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Union Berlin: Das geplante Märchen

Pit Gottschalk
Pit Gottschalk
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Vor drei Jahren habe ich beim Klartext-Verlag in Essen ein Buch veröffentlicht, das ein paar Geschichten aus meinem Reporterleben erzählt. Die Begegnungen mit Franz Beckenbauer und Uli Hoeneß. Die Elfmeter-Wette mit Andreas Möller. Der Diebstahl der Meisterschale auf der BVB-Feier. Die Einladung zur Palastaudienz beim türkischen Präsidenten Erdogan, um über Fußball und Mesut Özil zu sprechen. Und viele muntere Storys mehr - auf 144 Seiten in “Kabinengeflüster”.
Nun habe ich Restbestände entdeckt, die ich unters Volk bringen möchte. Wer für 14,95 Euro ein Exemplar mit persönlicher Widmung haben möchte, schickt mir bitte seine Mailadresse an [email protected]. Danach kommen alle notwendigen Informationen per Email, um den reibungslosen Versand sicherzustellen. Gerne schreibe ich auch eine Grußbotschaft ins Buch. Und genauso freue ich mich auf ein Feedback hinterher. Bei Amazon gab’s immerhin vier Sterne.
Ein belesenes Wochenende wünscht
Euer Pit Gottschalk

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Urs Fischer will Revanche
"Wie Viktoria Köln – nur in besserer Qualität"
Onkel Dagobert
Wenn Union Berlin zwei Truthähne verpflichtet, macht einer davon zehn Saisontore.
Erste Trainer-Entlassung bahnt sich an
Gräben beim VfL Bochum nicht mehr zu schließen
Von Thomas Lipinski
Die Ruhrpott-Idylle “anne Castroper” ist dahin: Beim Bundesliga-Schlusslicht VfL Bochum herrscht große Unruhe - und Trainer Thomas Reis ist nach dem Wirbel um seine Person “absolut angenervt”. Mit dem Nachbarn Schalke 04 soll er verhandelt haben, der Abschied des Erfolgscoaches nur noch eine Frage der Zeit sein. “Nein”, sagte Reis am Donnerstag, “ich habe meine Verträge immer respektiert.” Er sei Trainer des VfL und werde es “noch eine Weile sein”.
Die Aufregung um den Coach, der Bochum zum Aufstieg 2021 und zum Klassenerhalt 2022 führte, kommt zur Unzeit. Nach vier Niederlagen ist der VfL mit null Punkten Tabellenletzter, die vor allem aus wirtschaftlichen Gründen erneut umgekrempelte Mannschaft hat sich noch nicht gefunden, Sebastian Schindzielorz, neben Reis der Vater des Erfolges, verabschiedete sich, der oft beschworene Zusammenhalt bröckelt. Für den neuen Sportchef Patrick Fabian, seit Donnerstag offiziell im Amt, heißt es deshalb: “Es ist essenziell, ein ruhiges Umfeld zu haben.”
Die Bild-Zeitung hatte berichtet, dass Reis im Sommer um die Freigabe aus seinem bis 2023 laufenden Vertrag gebeten habe, um zum Aufsteiger Schalke wechseln zu können. Die lange angekündigte Vertragsverlängerung mit dem 48-Jährigen hat Bochum erst einmal auf den Winter vertagt. Auch Klubboss Hans-Peter Villis wollte Kontakte mit Schalke nicht bestätigen: “Es gab immer viele Gerüchte, aber das sind Interna, die auch Interna bleiben.” Villis betonte, man wolle mit Reis weiterarbeiten, “das ist auch heute noch so. Wir haben Vertrauen in Thomas Reis.” 
Kein Ultimatum für Reis
Eine eindeutige Jobgarantie für die nächsten Wochen wollten die Verantwortlichen ihrem Coach aber nicht geben. “Es ist erst mal der Wunsch, Ergebnisse zu bekommen”, sagte Fabian: “Ich bin nicht hier, um Ultimaten auszusprechen oder Garantien zu geben.”
Mit Blick auf die Partien gegen Werder Bremen und eine Woche später bei Schalke 04 betonte Villis: “Es gibt kein Junktim: Verliert er die nächsten beiden Spiele, dann geht er.”
Reis weiß: “Natürlich wird man als Trainer an Ergebnissen gemessen.” Er wolle sich jetzt ganz auf das Bremen-Spiel konzentrieren, um “unsere ersten drei Punkte” zu holen, “was danach passiert, interessiert mich im Moment einen Feuchten.” Doch es arbeitet in ihm. Die Berichte nehme er “sehr persönlich”. Vor allem der Eindruck, dass er aus finanziellen Gründen wechseln wolle, ärgere ihn “maßlos”. Denn: “Meine Person wird in ein Licht gerückt, das ich nicht verdient habe.” Und dann fügte er - ausdrücklich im Konjunktiv - an: “Wenn es so gewesen wäre, wie lange wäre die Geschichte jetzt her?”
Thomas Lipinski ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
Wie Werder das Bochum-Spiel angeht 
Heute im Fernsehen
Der TV-Überblick
Der TV-Überblick
20.30 Uhr, DAZN: Bundesliga, Borussia Dortmund - TSG Hoffenheim
Überteuerte Dauerkarten? BVB-Insider packt aus
Samstag
13.30 Uhr, SPORT1: Schottland, Celtic Glasgow - Glasgow Rangers
15.30 Uhr, Sky: Bundesliga, Bayer Leverkusen - SC Freiburg, Union Berlin - Bayern München, VfL Wolfsburg - 1. FC Köln, VfL Bochum - Werder Bremen, VfB Stuttgart - Schalke 04
18.30 Uhr, Sky: Bundesliga, Eintracht Frankfurt - RB Leipzig
20.30 Uhr, SPORT1: 2. Liga, Hamburger SV - Karlsruher SC
HSV-Trainer Tim Walter freut sich auf nordische Wochen
Sonntag
11 Uhr, SPORT1: Doppelpass (mit Felix Kroos)
15.30 Uhr, DAZN: Bundesliga, FC Augsburg - Hertha BSC
17.30 Uhr, DAZN: Bundesliga, Mönchengladbach - Mainz 05
Torfabrik Haalandowski
Tor-Geheimnis entschlüsselt! (€)
Von Alex Steudel
Meine Timeline auf Social Media sieht momentan in etwa so aus: Tor Haaland, Ukraine, Tor Lewandowski, Erdgas, Tor Haaland, Strompreis, Hattrick Haaland, Inflation, Doppelpack Lewandowski. Und so weiter.
Es ist verrückt. Als die beiden Torjäger kürzlich ins Ausland wechselten, dachten wir noch: Na, wollen wir doch mal sehen, wie die sich in richtigen Ligen schlagen, Bundesliga kann ja jeder. Und tatsächlich ist Erstaunliches passiert. Nix, Bundesliga kann jeder. Der Pole vom FC Bayern und der Norweger vom BVB tun sich in Spanien und England leichter als hier. Alle Welt redet jetzt von ihnen. Sie treffen, wie sie wollen, und die deutschen Abwehrspieler freuen sich wie Bolle.
Weltfußballer Lewy versenkte zuletzt San Sebastian und Valladolid gleich doppelt. Und in Yogahaaland unterziehen sich selbst angesehenste Defensivkünstler einer unfreiwilligen Hattrick-Kur. Zweimal in Folge ist dem 22-Jährigen jetzt einer gelungen, die englischen Statistikseiten glühen. Neun Tore hat Haaland in der Premier League erzielt, und Gary Lineker stellt schon die Frage, ob der Ex-Dortmunder den All-Time-Ligatorrekord von Alan Shearer (260) womöglich noch vor Harry Kane (187) knackt.
Statistisch gesehen: ja. Wenn Haaland seine Torquote hält, wird er das an seinem 26. Geburtstag hinbekommen haben. Besser früh als nie.
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Was ein bisschen unter den Tisch fällt vor lauter Gestaune: Die Gewinner der Saison sind Deutschlands Abwehrblöcke. Für sie ist die Transferperiode spitzenmäßig gelaufen. Erstens müssen sie sich jetzt nicht mehr vor der ganzen Welt blamieren, wenn sie auf YouTube von Haaland/Lewandowski lächerlich gespielt werden. Und zweitens stellt sich plötzlich heraus, womit keiner gerechnet hatte: So schlecht waren sie gar nicht.
Die Abwehrreihen in Spanien und England sind nämlich nicht nur nicht besser, im Gegenteil: Sie sind schlechter. Der Schirispeichel des Saisonanpfiffs ist kaum getrocknet, da haben Haaland/Lewandowski in LaLiga und TheLiga schon 13 Tore geschossen. In acht Spielen, wohlgemerkt. Das schafften sie in der Bundesliga kein einziges Mal – letzte und vorletzte Saison waren es jeweils elf Tore nach acht Auftritten der beiden.
Da sieht man mal, wie gut die Bundesliga wirklich ist. Also hinten. Nehmen wir nur Willi Orban, der vergangene Saison kein einziges Haaland-Tor zuließ. Vermutlich wird der Leipziger bald in Englands Sportfakultäten Vorlesungen halten.
Und mehr noch, die Folgen der späten Wiedergeburt deutscher Abwehrsysteme werden wir in der nächsten Transferperiode zu spüren kommen, wenn ganz Spanien und England die Bundesliga nach haalandowski-festem Spielermaterial abgrast.
Ein Hoch auf deutsche Defensivkunst!
Steudel-Kolumnen gibt’s auch als Buch – der Titel: “UND AM ENDE GEWINNEN IMMER DIE BAYERN”, 268 Seiten. Hier bestellen!
Was sonst noch so los ist
Globaler VAR-Siegeszug nicht aufzuhalten
Zur Reha bei Doktor Roger Schmidt
Details des Akanji-Deals
RB Leipzig: Endlich ein Sieg
Sieben Schüsse auf Türkei-Verband
Die Liga der Gesetzlosen
Groß werden auf der Insel
Alle mal herschauen!
Letzte große Deals des Transferfensters
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Pit Gottschalk
Pit Gottschalk @pitgottschalk

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