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Noch 1 Tag! Die etwas andere Bundesliga-Saison

Pit Gottschalk
Pit Gottschalk
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Freut sich jemand auf die neue Bundesliga-Saison? Ich schon. Durch meinen Kopf schwirren tausend Fragen, die eine Antwort verlangen.
Wir verkraftet Bayern das erste Jahr ohne Lewandowski? Zeigt Borussia Dortmund Mentalität? Steigt Eintracht Frankfurt, beseelt vom Sieg in der Europa League, zur dritten Kraft auf? Kann RB Leipzig mal ein ganzes Jahr erfolgreichen Fußball durchziehen? Steigert sich Leverkusen?
Wie gut hat Werder Bremen und Schalke 04 das Jahr in der zweiten Liga getan? Hält der VfL Bochum sein Tempo auch im zweiten Bundesliga-Jahr durch? Was treibt Freiburg? Wohin puscht Trainer Baumgart seine Kölner noch? Und wer steigt eigentlich ab? Wer darf in die Relegation?
Ich könnte meinen Fragenkatalog endlos fortsetzen, Verein für Verein, und wäre hinterher so schlau wie vorher. Ein gutes Zeichen.
Also fragen wir, um einen Hauch von Objektivität in die Debatte zu bringen, Professor Alfons Madeja: Wie denken die Fans?
Die durften beim Bundesliga-Barometer ihre Meinung abgeben, wie am Saisonende die Abschlusstabelle aussieht. Natürlich repräsentativ.
Die Abschlusstabelle aus dem Fan-Votum:
  1. FC Bayern München
  2. Borussia Dortmund
  3. RB Leipzig
  4. Bayer 04 Leverkusen
  5. Eintracht Frankfurt
  6. 1. FC Union Berlin
  7. SC Freiburg
  8. 1. FC Köln
  9. VfL Wolfsburg
  10. Borussia Mönchengladbach
  11. 1899 Hoffenheim
  12. 1. FSV Mainz 05
  13. FC Schalke 04
  14. Hertha BSC
  15. VfB Stuttgart
  16. VfL Bochum
  17. Werder Bremen
  18. FC Augsburg
Hier in aller Kürze zusammengefasst:
  • Meister Bayern München, logisch
  • BVB, RB und Bayer in der Champions League
  • Eintracht und Union international
  • VfL Bochum in der Relegation
  • Absteiger: FC Augsburg und Werder Bremen
Wer mit dieser Vorausschau nicht einverstanden ist, kann sich bei Professor Madeja registrieren und seine eigene Stimme abgeben.
Einen weitsichtigen Donnerstag wünscht
Euer Pit Gottschalk

Noch 1 Tag! Die etwas andere Bundesliga-Saison
"Who the fuck is Mané?"
Die Bundesliga-Saison 2022/23 wird anders ablaufen als üblich - wegen der WM in Katar, die vom 21. November bis zum 18. Dezember den Spielbetrieb unterbricht. Die Bundesliga absolviert vom 5. August bis zum 13. November die ersten 15 Spieltage, macht dann über zwei Monate Winterpause, ehe es am 20. Januar weiter geht.
Und noch etwas ist anders als bisher: Zum ersten Mal überhaupt wird die Bundesliga in der Champions League mit gleich fünf Teams vertreten sein - dank des Frankfurter Europa-League-Gewinns. Neben der Eintracht starten Bayern, Dortmund, Leverkusen und Leipzig in der Königsklasse.
Straffes Programm
Am Tag des Bundesliga-Eröffnungsspiels Eintracht Frankfurt gegen Bayern München sind es noch 108 Tage bis zum Start der Weltmeisterschaft in Katar. In diesen rund 16 Wochen bis dahin stehen für Teams wie Frankfurt und Bayern bis zu 24 Pflichtspiele auf dem Programm (inklusive der bereits absolvierten DFB-Pokal- bzw. Supercup-Spiele), die Gruppenphase der Champions League wird auch noch vor der WM 2022 finalisiert.
"Extrem hohe Belastung durch Katar-WM"
Bundesliga-Boom
Die Bundesliga verlor in diesem Sommer zwar Megastars wie Robert Lewandowski und Erling Haaland, es gelangen aber auch so manche Transfercoups. Die Bayern holten beispielsweise Sadio Mane oder Matthijs de Ligt, Eintracht Frankfurt Mario Götze und Borussia Dortmund Sebastien Haller und Karim Adeyemi.
Zudem gelang es RB Leipzig, Christopher Nkunku zu halten. Auch Serge Gnabry oder Matthias Ginter entschieden sich zum Verbleib in Deutschland. Und Gerüchten zufolge hatten sogar Cristiano Ronaldo oder Frankie de Jong ihr Interesse angemeldet, in die Bundesliga zu wechseln - die Bundesliga ist im Weltfußball nach wie vor eine große Nummer.
Gute Starter
Der FC Bayern München hat seit elf Jahren nicht mehr am 1. Spieltag verloren, 2011/12 gab es eine 0:1-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach (in zwei der letzten drei Jahre gab es zum Auftakt aber nur ein Unentschieden, gegen Hertha bzw. Mönchengladbach). Wenn die Münchner an einem 1. Spieltag verloren haben (9-mal), dann wurden sie in der Folge nur einmal Meister (1985/86; damals 0:1 in Uerdingen).
Keine Bange vor dem FC Bayern
Ticketpreise
Neue Saison, neue Preise - und zum Teil haben die Vereine sie kräftig erhöht: Borussia Dortmund etwa verlangt für die Sitzplatzdauerkarte der teuersten Kategorie jetzt 990 Euro statt bislang 781 Euro. Der BVB ist damit gleich doppelt Spitzenreiter: Mit 240 Euro ist auch die billigste Dauerkarte in Dortmund teurer als in anderen Stadien. Am günstigsten ist eine Saison beim VfL Wolfsburg zu haben: Für die billigste Dauerkarte nehmen die Niedersachsen 145 Euro.
Neue Trainer
Gleich sieben Klubs gehen mit neuen Trainern in die neue Saison, wobei Borussia Dortmund in Edin Terzic den Vorgänger seines Vorgängers zurückholte. Erfahrung als Bundesliga-Coach haben außerdem schon: Niko Kovac (Wolfsburg), Andre Breitenreiter (Hoffenheim), Frank Kramer (Schalke) und Sandro Schwarz (Hertha. Neu und an diesem Wochenende zugleich Bundesliga-Debütanten sind Daniel Farke (Mönchengladbach) und Enrico Maaßen (Augsburg).
Die Chance eines Trainerlebens
Mehr Tradition
Mit Werder Bremen und Schalke 04 kehrt reichlich Bundesliga-Geschichte zurück, der Nostalgiefaktor dürfte bei eingefleischten Fans wieder ein wenig in die Höhe schnellen. Ob damit im Vergleich zu Fürth und Bielefeld auch eine merkliche Qualitätssteigerung einhergeht, müssen die einstigen Topklubs allerdings jetzt beweisen.
Neue Torjäger
Robert Lewandowski hat sich bekanntermaßen nach langem Gezerre zum FC Barcelona weglamentiert, damit ist auch klar: Die Torjäger-Kanone wird am Ende dieser Saison erstmal seit 2017 nicht an den Weltfußballer vergeben. Aber an wen dann?
Nachfolgekandidat Nummer wäre ausgehend von der vergangenen Saison, als er mit immerhin 24 Treffern Platz zwei hinter Lewandowski (35) erzielte: Patrik Schick (Bayer Leverkusen). Aktiver Spieler mit den meisten Ligatreffern ist übrigens Marco Reus (144).
"Neuer Stürmer idealerweise in acht bis zehn Tagen"
Weniger Wert
Marktwert-Primus ist, natürlich, der FC Bayern. Mit 870,23 Mio. Euro steigerte der Rekordmeister laut transfermarkt.de nicht bloß seinen Kaderwert im Vergleich zum Vorjahr (826,50) sondern hängte die Konkurrenz aus Dortmund (509,45 nach 570,55 im Vorjahr) und Leipzig (486,18 nach 562,60) noch ein bisschen weiter ab.
Der Gesamtmarktwert des VfL Bochum mutet mit läppischen 38 Mio. Euro dagegen zwergenhaft an - zumal die wertvollsten Spieler, Jude Bellingham, Christopher Nkunku und Joshua Kimmich, mit je 80 Mio. Euro allein mehr als doppelt so viel wert sind.
Bei der Entwicklung des Gesamtmarktwertes aller 18 Bundesliga-Klubs zeigt sich übrigens ein überraschendes Bild: Der ist mit aktuell 4,15 Milliarden Euro im Vergleich zur letzten Saison (4,39) ein gutes Stück gesunken.
Ausländer
Die größte Gruppe der ausländischen Spieler in der Bundesliga stellen die Franzosen, immerhin 35 (oder 12,2 Prozent) Fremdenlegionäre stammen aus dem Land des Weltmeisters - in Lucas Hernandez von Bayern München (80 Mio. Euro Ablöse) zudem der bislang teuerste Einkauf eines Bundesligaklubs.
Vom aktuellen Marktwert her dürfe ihn freilich der neue “Fußballer des Jahres” nun überholt haben: Christopher Nkunku (Leipzig). Auf Platz zwei und drei der Rangliste: Österreich (23) und die Niederlande (19).
Wer blickt da durch?
Fernsehen
Ein Anbieter für alle Bundesliga-Partien im TV? Das war einmal. In der kommenden Saison dürfen Sky, DAZN und Sat.1 ihren Zuschauern Livebilder anbieten. Sat.1 zeigt frei empfangbar und parallel zu DAZN das Eröffnungsspiel am Freitag zwischen Eintracht Frankfurt und Bayern München (20.30 Uhr) sowie jeweils eine Partie am 15. und 16. Spieltag vor und nach der WM-Unterbrechung. Dazu kommt noch die Relegation zur 1. und 2. Bundesliga.
Freitags ist DAZN dran und zeigt alle Spiele um 20.30 Uhr. Auch am Sonntag ist der Streamingdienst (29,99 Euro für ein Monatsabo/im Jahrestarif 24,99 Euro) weiterhin der einzige Anbieter und zeigt die Partien um 15.30 Uhr und 17.30 Uhr sowie zehn Spiele um 19.30 Uhr. Samstags überträgt Sky (Neukunden zahlen 20 Euro pro Monat im ersten Jahr, danach wird es teurer) alle Partien einzeln und in der Konferenz und zeigt auch das Topspiel um 18.30 Uhr. Sogenannte englische Wochen, also Partien am Dienstag und Mittwoch, laufen ausschließlich bei Sky.
Alle Infos: SID & Sportec Solutions
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