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Königsklasse: Drei Siege - aber wieder Fan-Skandal

Pit Gottschalk
Pit Gottschalk
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Bekanntermaßen bin ich ja kein Buchhändler, sondern habe einfach Spaß daran, mein Werk “Kabinengeflüster” mit einer persönlichen Widmung unter die Leute zu bringen. Ich erledige den Schriftverkehr, verbuche und versteuere die 14,95 Euro, schreibe das Grußwort und bringe die Bücher zur Post. Das macht man nur, wenn‘s - siehe oben - Spaß macht.
Darum finde ich es schon bemerkenswert, wenn einige Leute ein Buch bei mir ordern, mich damit auf den formalen Weg schicken - und mir ganz am Ende mitteilen: Ätsch, ich will das Buch jetzt doch nicht! Die reservierten Exemplare: zurück ins Regal. Das kostet Zeit, die ich eigentlich nicht habe. Sei‘s drum. Soll ja Spaß machen.
Das Gute: Dadurch habe ich noch Bücher, die ich anderen interessierten Fans und Fever Pit'ch Lesern ans Herz legen kann. Ich brauche nur eine Emailadresse, die man mir entweder unten im Nachrichtenfeld schickt oder per Email an [email protected] übermittelt. Ich melde mich dann mit den Einzelheiten umgehend.
Also, wer möchte mein Buch “Kabinengeflüster”?
Was man erwarten darf: ein Vielzahl von Geschichten aus dem Leben eines Fußballreporters. Begegnungen mit den Großen des Fußballs, u.a. mit Maradona, Beckenbauer, Hitzfeld. Aber auch Anekdoten, wie ich mich in die Umkleidekabine schlich, als Henry Maske Boxweltmeister wurde. Mein Versprechen: Das Buch ist Unterhaltung pur! Mit persönlicher Widmung!
Wie gesagt: Kurz die Mailadresse mitteilen - dann melde ich mich.
Einen buchstabierten Mittwoch wünscht
Euer Pit Gottschalk

++ Champions League aktuell ++
Sieg 1: Starke Bayern bezwingen Robert Lewandowski
Sieg 2: Eintracht Frankfurt 1:0! Und zurück im Spiel
Sieg 3: Bayer Leverkusen gelingt Befreiungsschlag
Sogenannte Fans
Vermeintlicher Eintracht-Fan zeigt Hitlergruß
Rund um das Champions-League-Gruppenspiel von Eintracht Frankfurt bei Olympique Marseille ist es zu Ausschreitungen gekommen. Nach mehreren Zusammenstößen außerhalb des Stadions schossen Anhänger beider Fanlager auch vor dem Anpfiff und während der Partie am Dienstag im Stade Velodrome Pyrotechnik in die jeweils anderen Fanblöcke. Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Präfektur berichtet, sollen deutsche Anhänger auf der Tribüne zudem den Hitlergruß gezeigt haben.
Die Eintracht distanzierte sich “in aller Deutlichkeit” von dem Vorfall, “bei dem eine als ‘Hitlergruß’ zu verstehende Gestik gezeigt wurde”. Die auf einem im Internet kursierenden Video zu sehende Person habe sich während der ersten Halbzeit beim Fanbeauftragten der Eintracht gemeldet und den “Vorwurf einer antisemitischen Intention nachdrücklich” zurückgewiesen, teilte der Klub mit. Die Eintracht will den Vorgang und die Darstellung des Betreffenden “ausführlich überprüfen”.
Zuvor hatten Anhänger von Marseille vor dem Stadion Pyrotechnik und Böller gezündet. Nach dem Einlass kam es auf den Rängen zu Provokationen zwischen Heimfans und Anhängern im Gästeblock. Am Montagabend waren acht Personen nach einer Schlägerei in der Innenstadt festgenommen worden, darunter ein Deutscher, wie die örtliche Polizei mitteilte. Am Dienstag kamen demnach sechs weitere Festnahmen dazu.
Der Eintracht-Anhang musste sich in der südfranzösischen Hafenstadt auf strikte Einschränkungen einstellen, für gewisse Areale in der Stadt sprachen die Behörden von Marseille Aufenthaltsverbote aus. In Bussen wurden die Frankfurter Fans laut Präfektur “ohne Zwischenfälle” aus der Innenstadt zum Stadion gebracht.
Böller, Bengalos und Raketen: Frankfurt droht Geisterspiel
Champions League heute im Fernsehen
Der TV-Überblick
Der TV-Überblick
20.15 Uhr, SPORT1: Fantalk
21 Uhr, DAZN: Real Madrid - RB Leipzig, Manchester City - BVB
Heute spricht alles gegen Dortmund
Der BVB muss Erling Haalands Urgewalt fürchten
Von Alex Steudel
Meine Lieblingsstelle im 80er-Jahre-Hollywoodstreifen “Rocky III - das Auge des Tigers” war schon immer diese hier: Ein Reporter fragt Clubber Lang vor dessen Duell mit Rocky Balboa nach seiner Vorhersage für den Kampf. “Meine Vorhersage?”, fragt der zurück. Der Reporter: “Ja, Ihre Vorhersage.”
Clubber Lang überlegt kurz, schaut dann in die Kamera und sagt: “Schmerzen.”
Diese Szene schwirrte mir durch den Kopf, als ich mich an meine Kolumne setzte. Dem BVB steht heute genau das bevor. Ein Erfolg im Champions-League-Gruppenspiel bei ManCity ist ungefähr so wahrscheinlich wie zehn Kilo Gewichtsverlust von Max Kruse in den nächsten vier Wochen.
Die Buchmacher sind sich einig: Die einzige noch größere Sensation als ein Sieg der Dortmunder im Etihad wäre ein Dreier von Maccabi Haifa gegen Paris Saint-Germain.
Ich habe nach Gründen für diese Chancenschieflage gesucht und alle vier gefunden: Erling Haalands linkes Bein, Erling Haalands rechtes Bein, Erling Haalands Kopf, Erling Haalands Rumpf.
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Und nun möchte ich euch zu einem kleinen Spiel bitten. Lehnt euch kurz zurück und stellt euch Folgendes vor: Ich seid an einen Laternenmasten gefesselt, und dann geht jemand zügigen Schrittes an euch vorbei.
Man nennt das Spiel: Sprintduell mit Haaland.
Das ist übrigens nicht übertrieben. Der Norweger, der vor Saisonbeginn vom BVB zu City wechselte, wird in den Statistiken mit einer Spitzengeschwindigkeit von über 36 Stundenkilometern geführt. Mats Hummels erreichte in dieser Saison als Topwert 29,56 km/h. Das reicht nicht mal für einen bösen Anwohnerblick in der Tempo-30-Zone.
Ich fürchte aus vielen weiteren Gründen Schlimmstes. Haaland ist schnell, und er ist in Top-Top-Form. Es hat sich herausgestellt, dass Dortmund im Konzert seines Lebens nur die Vorgruppe war: Haalands Torquote in der Bundesliga-Saison 2021/22 lag bei 0,92 Treffern pro Spiel, in der aktuellen Premier-League-Spielzeit kommt er auf den sagenhaften Wert von 1,66.
1,66 bedeutet für jeden Abwehrspieler der Welt: Schmerzen.
"... sonst reißen sie uns auseinander"
Eigentlich ist es ungerecht. Wenn du Haaland in deiner Elf hast, kannst du nur gewinnen. Er ist der Drache aus Game of Thrones, der nach Monopoly fliegt und dort in der Schlossallee landet. Er ist die Sammelstelle aller Glückgefühle der Fußballfans.
Nun ist es ja nicht so, dass der BVB heute nur gegen ihn spielt. Un dfalls doch: Es gibt hinten noch Niklas Süle. Und Nico Schlotterbeck. Außerdem hat Dortmund Spieler von Weltniveau zu bieten. Zum Beispiel Jude Bellingham. Und, moment, ich muss mal kurz überlegen, ach ja, genau: Matthias Sammer.
City ist dem BVB einfach über. In Pep Guardiolas Kader stehen ungefähr 20 Profis, nach denen sich der Klub, der sogar beim RB Krisenleipzig untergeht, die Finger lecken würde.
Nur ein Beispiel: Rechtsverteidiger Kyle Walker ist der drittwertloseste Feldspieler von City – und das mit einem Marktwert von 18 Millionen Euro. Natürlich ist er Nationalspieler.
"Wissen, wie wir Haaland stoppen"
Ja, ich gehe mit dieser Kolumne vorhersagetechnisch All in. Aber ich mache das, weil ich einen Lauf habe: Im Sport1-Tippspiel belege ich Platz 244 bei 9253 Teilnehmern, in meiner privaten Tippgruppe bin ich Erster von 37. Nie war ich als Prophet wertvoller als heute. Ich hatte zum Beispiel Leipzigs Sieg gegen den BVB gewusst. Ich bin der Jesaja auf Gras.
Für heute Abend lautet meine Vorhersage: Schmerzen. (Leider kann man das bei Tippspielen so nicht eingeben.)
Okay, das war sehr negativ. Gebe ich zu. Ein kleiner Mutmacher zum Schluss also für die wenigen BVB-Fans, die bis hier durchgehalten haben: Zwar gewann Clubber Lang den Kampf gegen Rocky Balboa damals klar, und der hatte auch einige Schmerzen zu ertragen. Aber Rocky lernte aus seiner Niederlage und haute Clubber alias Mr. T im Rückkampf um.
Und zwar sowas von. Das Rückspiel Dortmund-ManCity findet am 25. Oktober statt.
Steudel-Kolumnen gibt’s auch als Buch – der Titel: “UND AM ENDE GEWINNEN IMMER DIE BAYERN”, 268 Seiten. Hier bestellen!
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Pit Gottschalk
Pit Gottschalk @pitgottschalk

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