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Jung, jünger, Moukoko: Bester Kader aller Zeiten

Pit Gottschalk
Pit Gottschalk
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Nehmen wir mal an, wir wären Nationalspieler und wüssten Stunden vor dem 15. und letzten Bundesliga-Spieltag des Jahres, dass am Mittwoch in einer Woche unser erstes WM-Spiel ansteht. Würden wir wirklich so kurz vor der Weltmeisterschaft alles in die Waagschale werfen und eine Verletzung riskieren? Wohl kaum. Man hat’s ja bei Sadio Mané gesehen: Ein falscher Schritt - und die WM-Teilnahme gerät in Gefahr.
Man darf also gespannt sein, wie die neun Spiele von Freitag bis Sonntag ablaufen. Welche Spieler erfahren Schonung? Wer lässt höchste Vorsicht bei Zweikämpfen walten? Wer nimmt keine Rücksicht? Heute Abend, beim Borussen-Duell zwischen Gladbach und Dortmund, sehen wir noch eine andere Nuance: Wie hat Mats Hummels sein WM-Aus verkraftet? Wie motiviert spielt Youssoufa Moukoko nach seiner plötzlichen Nominierung?
In der Vergangenheit, als Weltmeisterschaften noch in der Jahreszeit stattfanden, wo sie hingehören, hatten Spieler und Fans ein paar Wochen Zeit, um sich körperlich und mental auf das WM-Lager vorzubereiten. Jetzt liegt zwischen dem letzten Bundesliga-Spiel und dem WM-Eröffnungsspiel eine einzige Woche. Das ist nix! Den Preis bezahlen die Spieler, weil ihnen die Freizeit hinterher nichts nützt, wenn sie vorher platt spielen mussten.
Jetzt nehmen wir mal an, wir wären bei der Fifa beschäftigt und hätten uns dem Fifa-Slogan verschrieben, den es seit 2007 gibt: “For the Game. For the World.” Übersetzt: “für das Spiel, für die Welt”. Ist es dem Fußballsport wirklich zuträglich, wenn ausgelaugte Spieler zum wichtigsten Turnier der Welt reisen? Will die Welt tatsächlich müden Fußball sehen? Wenn ich die Frage ziemlich eindeutig beantworten kann: Warum dann nicht die Fifa?
Ein strammes Wochenende wünscht
Euer Pit Gottschalk

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Jung, jünger, Moukoko: Bester Kader aller Zeiten
Dieser DFB-Kader will Weltmeister werden
Dieser DFB-Kader will Weltmeister werden
Von Alex Steudel
Die Bekanntgabe des deutschen WM-Kaders steckte voller Überraschungen. Die vielleicht größte: KIKA übertrug gestern nicht live.
Eigentlich fahrlässig, bei dieser Zielgruppe: Wir schicken eine irre junge Mannschaft in die Wüste. Die WM-Generation Z rückt an.
Sieben WM-Fahrer sind unter 25, drei sind 20 Jahre oder jünger. Einer darf noch nicht mal autofahren. (Nein, ich meine nicht Marco Reus.)
Und nur vier Feldspieler sind älter als 30. Vier! Im Schullandheim nennt man sowas: Lehrer.
Jetzt könnte der Einwand kommen, dass das viel zu viele Junge sind. Dass es für einen großen Titel mehr erfahrene Leute braucht.
Ich will aber keine erfahrenen Leute, ich bin erfahrungsgeschädigt. Ich war bei der EM 2000 dabei: acht Feldspieler über 30 und ein Rentner (Lothar mit 39). Ergebnis: K.o. vor der K.o.-Runde.
Dass Mats Hummels und Marco Reus (zusammen 66 Jahre alt) nicht mitfahren, war deshalb Flicks beste Entscheidung. Vor allem mit ohne Hummels liegt er richtig; wir werden nämlich bei der WM gegen Mannschaften spielen, die hinten drinstehen und pfeilschnell kontern.
Ein zurückhechelnder fast 34-Jähriger wäre da höchstens fürs Fernsehen interessant: “Jetzt sprintet Hummels – wir sind nach einer kurzen Werbeunterbrechung rechtzeitig wieder zurück.”
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Nein, ich finde, unser WM-Kader hat alles, was ein guter Kader braucht: Erfahrung, aber nicht zu viel, Jugend, aber nicht zu wenig. Plus, um die Gegner zu verwirren: einen No Name (Name habe ich vergessen).
Und Opi ist auch dabei.
Thomas Müller ist nicht nur ein begnadeter Kicker, er hat Erfahrung. Sein erstes Länderspieltor schoss der Bayer gegen die DDR. Er ist der Raumdeuter und Generationenübergreifer.
Geplant ist auch, dass Müller den jungen Spielern abends, wenn’s ins Bett geht, Märchen aus tausend und einer Nacht vorliest, damit unsere Jungstifte was über Kultur im WM-Gastgeberland lernen. “Und wenn sie nicht geoutet sind, dann leben sie noch heute.”
Ja, ich könnte den Hansi-Kader ewig weiterpreisen. Niclas Füllkrug, Mann fürs Grobe. Mario Götze, WM-Final-Entscheider. Youssoufa Moukoko, mal sehen.
Wir haben sogar einen Friseur dabei: Karim Adeyemi.
Und den für mich wichtigsten Mann hätte ich jetzt vor lauter Begeisterung fast vergessen: Mister Glücksbringer, Matthias Ginter.
Der Weltmeister im Sitzfußball.
Steudel-Kolumnen gibt’s auch als Buch – der Titel: “UND AM ENDE GEWINNEN IMMER DIE BAYERN”, 268 Seiten. Hier bestellen!
Die Stimmen der anderen
"Konnte es nicht fassen"
"Mario ist einfach ein genialer Fußballer"
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Niclas Füllkrug fliegt nach Katar! 😍 #shorts#werderbremen
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Heute im Fernsehen
20.30 Uhr, Sat1: Bundesliga, Mönchengladbach - Borussia Dortmund
Für beide Borussias geht es um viel
Der TV-Überblick
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Samstag
15.30 Uhr, Sky: Bundesliga, Bayer Leverkusen - VfB Stuttgart, TSG Hoffenheim - VfL Wolfsburg, FC Augsburg - VfL Bochum, Hertha BSC - 1. FC Köln, Werder Bremen - RB Leipzig
18.30 Uhr, Sky: Bundesliga, Schalke 04 - Bayern München
20.30 Uhr, SPORT1: 2. Liga, Eintracht Braunschweig - Hansa Rostock
Sonntag
11 Uhr, SPORT1: Doppelpass
15.30 Uhr, DAZN: Bundesliga, Mainz 05 - Eintracht Frankfurt
17.30 Uhr, DAZN: Bundesliga, SC Freiburg - Union Berlin
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Pit Gottschalk
Pit Gottschalk @pitgottschalk

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