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Hoppla, die Saison geht los!

Pit Gottschalk
Pit Gottschalk
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Falls es jemand in der Warteschlange am Flughafen nicht mitbekommen haben sollte oder mit den Gedanken aus Sorge vor Gas-Verknappung und Inflation woanders ist: Heute geht die Bundesliga-Saison los.
Ja, nur die 2. Liga. Aber 1. FC Kaiserslautern gegen Hannover 96 - das klingt schon erstliga-reif. Richtig, Lautern ist gerade erst aufgestiegen. Doch gibt es einen besseren Beweis, was uns Tradition bedeutet?
Für die Jüngeren unter uns: Kaiserslautern gewann vier deutsche Meisterschaften und holte schon vor der Bundesliga-Gründung 1963 mehr Meistertitel als zum Beispiel Eintracht Frankfurt.
Der schönste Titelgewinn passierte wohl 1998: Mit Otto Rehhagel als Trainer marschierten die Roten Teufel aus der 2. Liga an die Tabellenspitze im Oberhaus und demütigten sogar Bayern München.
Plötzlich stand der Verein der Weltmeister Fritz Walter und Andreas Brehme im Rampenlicht des Weltfußballs. Die Stadt mit ihren 100.000 Einwohnern kam schwerlich mit dem gewachsenen Anspruch zurecht.
Man darf also gespannt sein, wie die Jahre im Niemandsland der 3. Liga den Betzenberg verändert haben: Ob der Größenwahn, der den Verein damals in die Versenkung drückte, endlich beendet ist.
Und damit sind wir bei meinem eigentlichen Problem: Wie tippe ich denn? Sport1 startet erneut ein Tippspiel und setzt schöne Preise aus. Die darf ich zwar nicht gewinnen - aber es geht um die Ehre.
Wer sich mit mir messen will, kann dies unter diesem Link hier tun und sich kostenlos anmelden. Mit dabei: Peter Neururer, Stefan Effenberg, Mario Basler, Thomas Helmer u.v.m. Viel Spaß!
Ein mitgenommenes Wochenende wünscht
Euer Pit Gottschalk

Heute im Fernsehen
Der Betze brennt: Warum der Aufstieg eine Erlösung ist
20.30 Uhr, Sat1: 2. Liga, Kaiserslautern - Hannover 96
Samstag
20.30 Uhr, SPORT1: 2. Liga, 1. FC Magdeburg - Fortuna Düsseldorf
"Eine Bereicherung für die Liga" (€)
Sonntag
11 Uhr, SPORT1: Doppelpass 2. Liga
Hungriger Außenseiter
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Hamburger SV: Jetzt oder nie Aufstieg!
Der HSV zwischen Großangriff und Zwietracht
Von Alex Steudel
Diese zweite Liga ist nicht mehr die beste aller Zeiten, die lustigste ist sie ganz sicher auch 2022/23. Der Hamburger SV ist ja dabei. Es werden wieder die verrücktesten Dinge geschehen, ich weiß es.
Am Donnerstag, einen Tag vor dem Start der 49. Saison, ging es schon los: Ich entdeckte eine Kolumne über die zweite Liga, die ein Erstligaspieler verfasst hatte: Schalkes Simon Terodde sagte den Aufstieg des HSV voraus. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Hat ein Erstligastürmer nichts Besseres zu tun? Elon Musk schreibt doch auch keine Aufsätze über Lada.
Aber das ist eben die 2. Liga, hier ist alles anders. Im Sportteil der Süddeutschen stand zum Beispiel gestern über einem sehr großen Artikel zum Saisonauftakt die Zeile: “Bitte keine HSV-Witze!”
Ein urkomischer Wunsch, denn HSV-Witze sind das wichtigste Tool der zweiten Liga, das Fundament des Unterhauses quasi, ohne HSV-Witze würde das alles niemanden interessieren. Wir lieben es doch alle, wie hilflos der Verein seinen Erfolgen in den 80ern hinterherhechelt und sich dabei zum Gespött der Leute macht, oder nicht? Der HSV ist der Boris Becker des Fußballs, nur ohne Knast.
Vielleicht fällt es Fußballfans außerhalb von Hamburg gar nicht so sehr auf, aber es ist wirklich so: Dieser Klub sorgt selbst in der Sommerpause für tägliche Erheiterung. Kürzlich kam heraus, dass die 23,5 Mio. Euro, die die Stadt dem HSV für Renovierungsarbeiten am Stadion überwiesen hatte, verschwunden sind. Oder besser: Sie wurden einfach anderweitig ausgegeben. Selbst schuld, Stadt, möchte man rufen, jeder außer euch wusste das vorher.
Dann fehlten dem HSV plötzlich die neuen Trikots.
Gestern wurde Sportdirektor Michael Mutzel freigestellt.
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Vor ein paar Wochen veröffentlichte Bild eine Aufstellung der besten 50 HSV-Spieler aller Zeiten. Natürlich befand sich kein einziger auf der Liste, der im aktuellen Kader steht, und die ersten Zehn haben wahrscheinlich alle Arthrose.
Spötter behaupten, dass das neue Webb-Weltraumteleskop dermaßen weit in die Vergangenheit blicken kann, dass die Forscher auf einem Foto Felix Magaths Tor zum 1:0 gegen Juve entdeckt haben.
Die Frage, wie tief ein Klub noch stürzen kann, ist jedoch nicht angebracht, das muss man dem HSV zugutehalten. Er hält sich seit vier Jahren tapfer in Liga zwei und tut sogar manchmal so, als könne er aufsteigen, um es dann ganz knapp doch nicht zu schaffen.
Fabrizio Romano
Everything’s proceeding well for PSG third signing. Leipzig and Paris Saint-Germain are preparing paperworks in order to sign Nordi Mukiele deal next week, final steps time. 🚨🔵🔴 #PSG

Full, verbal agreement between the two clubs already reached as revealed on Saturday. ⤵️✅ https://t.co/rGfFO5ZPd0
Quelle: bundesligabarometer.de / Befragte: n = 5.560 / Mehrfachnennung möglich
Quelle: bundesligabarometer.de / Befragte: n = 5.560 / Mehrfachnennung möglich
Trotzdem wird der Verein vor jedem Saisonstart als Favorit gehandelt, was daran liegt, dass der HSV trotz gigantischer Schuldenberge immer den wertvollsten Kader hat, was zumindest 2022 daran liegt, dass das Stadion kein neues Dach bekommen hat.
Der Trainer, der letzte Saison nicht aufstieg, heißt übrigens Tim Walter, und er durfte bleiben. Den Namen sollte man sich merken, sowas schafft kaum einer. Aber beim HSV ist eben alles anders. Hier ist sogar der Chef der Nachwuchsabteilung 71 Jahre alt. 
Aber belassen wir’s dabei. Am Sonntag liegt die Wahrheit auf dem Platz, dann spielt der HSV bei Eintracht Braunschweig.
Ein echtes Veteranentreffen.
Steudel-Kolumnen gibt’s auch als Buch – der Titel: “UND AM ENDE GEWINNEN IMMER DIE BAYERN”, 268 Seiten. Hier bestellen!
Sportwetten: HSV Favorit auf Zweitliga-Meisterschaft
Bisschen Werbung darf sein
Pit Gottschalk
Tatsächlich liege ich aktuell bei #HSVFCH richtig. Wer noch einsteigen will: Hier entlang zum #Bundesliga Tippspiel @SPORT1 https://t.co/kVK1N20Z67
Einfach ausprobieren!
Einfach ausprobieren!
Mittippen und gewinnen!
Sport1 startet sein beliebtes Bundesliga-Tippspiel zur ersten und zweiten Liga. Auch in diesem Jahr gibt es attraktive Preise zu gewinnen. Zum Beispiel einen Besuch beim Fantalk im Fußballmuseum in Dortmund. Der Dank geht an die Partner Deutsches Fußballmuseum, McDart.de, STRYVE,Ullrich-Sport, NERF und Hasbro Gaming, ERIMA, BLACKROLL und Topps.
Selma
Homophobie ist einfach richtig lustig. Bravo, Nordtribüne. Ganz, ganz toll!

Es wird sich niemals ein Profispieler outen, solange so etwas auf den Tribünen gibt. #HSVFCH https://t.co/ROOJEPfCxq
Gleiche DFB-Prämie für Männer und Frauen!
Zur Frauenfußball-EM in England
Zur Frauenfußball-EM in England
Von Pit Gottschalk
Weil alles gut lief, schrieben die deutschen Nationalspielerinnen vorzeitig das erste Kapitel eines Sommermärchens in den zwei EM-Spielen gegen Dänemark (4:0) und Spanien (2:0). Das letzte Gruppenspiel am Samstagabend gegen Finnland - reine Formsache.
Die Qualifikation fürs EM-Viertefinale: längst geschafft. Die versprochene Prämie vom Verband: 10.000 Euro pro Kopf. Gewinnen die Frauen die Europameisterschaft (Finale am 31. Juli), gibt‘s sogar 60.000 Euro. Die DFB-Männer hätten 2021, zum Vergleich, 400.000 Euro kassiert.
Ist das gerecht?
Bundeskanzler Olaf Scholz
Wir haben 2022. Frauen und Männer sollten gleich bezahlt werden. Das gilt auch für den Sport, besonders für Nationalmannschaften. Spanien hat da die Nase vorn. Viel Glück heute Abend @DFB_Frauen! #GERESP #equalpay
Zu lange teilte ich Oliver Bierhoffs Meinung, dass die Erfolgsprämien für Nationalspielerinnen und Nationalspieler dem Anteil an der Wertschöpfung entsprechen sollten. Hieß konkret: Weil mehr Zuschauer den Männern zuschauen, deshalb die Einnahmen aus dem Männerfußball höher sind, wollte der Deutsche Fußball Bund (DFB) den Männern 350.000 Euro für den WM-Titel 2018 zahlen und den Frauen 75.000 Euro für den WM-Titel 2019. Vor drei Jahren änderte ich meine Meinung.
Gipfel mit Scholz und Bierhoff
"Es ist ein verdammt langer Weg"
Der Auslöser: eine Videokolumne der Süddeutschen Zeitung. Die SZ-Kollegin Laura Terberl argumentierte mit der Gemeinnützigkeit des DFB, wonach ein Verband als eingetragener Verein eben nicht den Gesetzen des Marktes gehorchen sollte.
Was wäre das für ein Signal: Männer und Frauen mit gleicher Prämienregelung, weil sie genau das sind - alle gleich. Die Raffgier der Spielerberater darf die Idee nicht verhindern: 150.000 Euro weniger zwingt keinen Profi-Mann in die Sozialbehörde.
Auf dem Weg zu etwas Großem
Die möglichen EM-Gegner
Umgekehrt bei den Frauen: In der Lebenswirklichkeit von Profispielerinnen zahlen allein die Liga-Leader VfL Wolfsburg und Bayern München ein Gehalt, das die volle Konzentration auf den Sport zulässt und fördert.
Anderswo müssen Frauen einem Zweitjob nachgehen, um mit Profifußball über die Runden zu kommen. Den Bundesliga-Vereinen sollte man keinen Vorwurf machen. Die können nur ausgeben, was man einnimmt.
Anders beim DFB. Dort legt man - völlig zu recht! - größten Wert darauf, dass das Geld, das man mit der Lokomotive Profifußball kassiert, an Amateur- und Jugendfußball großzügig weitergereicht wird.
"Es ist das tollste Gefühl der Welt"
Wegen Migräne nicht beim Training
Die Solidarität in der deutschen Fußballfamilie gehört zum Selbstverständnis des Verbandes und gibt dem DFB sowie seinen fünf Regional- und 21 Landesverbänden ihre Existenzberechtigung. Warum ist man nicht genauso konsequent an der Pyramidenspitze?
Kein Nationalspieler würde auf Länderspiele und Turniernominierungen verzichten, nur weil die Aufwandsentschädigung nicht dem Gehaltsniveau des Arbeitgebers entspricht. Mehr noch: Nationalspieler müssten ungefragt einen Solidarbeitrag leisten, wenn sie mitspielen dürfen.
Feste Festhalten
Entwicklungshilfe in Österreich
Jeder Auftritt auf internationaler Bühne beschleunigt den persönlichen Marktwert und damit die Bezahlung im Klub. Oftmals steht die Prämienregelung für DFB-Einsätze sogar im Arbeitsvertrag.
Wer 350.000 oder 400.000 Euro Prämie vom DFB braucht, damit er mit dem Adler auf der Brust aufläuft und Leistung bringt, dürfte ohnehin nicht unbedingt als Nationalspieler geeignet sein.
Die Nationalmannschaft ist kein Business, sondern immer noch eine Frage der Ehre und emotionale Verpflichtung, Auch die Aussicht auf eine üppige Belohnung verhinderte bei den Männern 2018 keine WM-Blamage.
Was sonst noch so los ist
Michael Ballack: Kritik am BVB
Vom Lehrling zum Meister
Tüfteln für die lange Trainerkarriere
FC-Einspruch ohne Erfolg
Gegen wen schoss Messi fünf Tore?
Alle mal herschauen!
Bundesliga wechselt den Videobeweis-Anbieter
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