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Von Pit Gottschalk

Heute sind wir alle Eintracht Frankfurt

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Pit Gottschalk
Pit Gottschalk
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
Wenn sich Eintracht Frankfurt klug anstellt, gewinnt der Traditionsklub heute Abend 20 Mio. Euro und Millionen Fans dazu. Wenn das Finale aber verloren geht… Ich mag den Gedanken nicht zu Ende denken. Freuen uns doch einfach auf das Spiel der Spiele. Meint sogar Alex Steudel.
Einen kühlen Mittwoch wünscht
Euer Pit Gottschalk

Heute sind wir alle Eintracht Frankfurt
"Ganz Europa kann sich auf dieses Finale freuen"
Von Alex Steudel
Es gibt bestimmt gemütlichere Wege, sich in die Herzen deutscher Fußballfans zu spielen als den, den Frankfurt gewählt hat. Also den steinigen, mit ständigem Gezeter am Straßenrand und Platz 11 in der Bundesliga.
Gemütlich kann aber jeder, so denken sie bei der Eintracht schon immer, und deshalb haben sie sich auch diesmal wieder für den steinigen Weg entschieden, den mit Trainerwechselchaos im Sommer und Abstiegskampf im Winter und mit leisen und lauten Zweifeln am neuen Coach Oliver Glasner, und sie werden jetzt für ihre Geduld belohnt.
Eintracht Frankfurt steht im ersten deutschen, nicht-bayerisch besetzten Europapokal-Finale seit 2009.
Ich wollte eigentlich darüber schreiben, was für ein Quatsch so ein Finale doch ist. Verlierercup und so. Stimmt ja dieses Jahr mal wieder genau. Frankfurt, der Bundesliga-Krisenklub, trifft auf Glasgow, wo sie Trauer tragen, weil Celtic ihnen dauernd den Titel wegschnappt. Jetzt auch wieder, zum sechsten Mal in sieben Jahren. Die Rangers sind gerade Vizemeister geworden, für schottische Verhältnisse ist das gefühlt: Elfter.
Ja, es gäbe eine Menge Kritisches anzumerken. Etwa, dass das Europa-League-Finale in Sevilla im Prinzip nur das meistbeachtete Champions-League-Qualifikationsspiel aller Zeiten ist. Es geht ja heute um den Einzug in die Königsklasse. Um 20 Millionen Euro. Mindestens.
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Illustration: Jens Uwe Meyer / bergfest.at
Für Frankfurt, den elftplatziertesten deutschen Europapokalfinalisten aller Zeiten, spielt das jetzt alles eine untergeordnete Rolle, und das ist das Schöne am Fußball. Wenn um 21 Uhr in Spanien angepfiffen wird, geht’s um was ganz anderes.
Um das Glück der treuen Fans. Um weiße Trikots. Um Emotionen. Um die Wirkung. Um die Story, wie man so schön sagt. Wir tun heute alle so, als sei es das WM-Finale, und das ist gut so.
So ein Spiel kann aber tatsächlich auch hinterher viel bringen, also nicht nur einen schönen 15-Kilo-Pott für die Vitrine.
Die Eintracht wäre mit einem Sieg für die Gruppenphase der Champions League qualifiziert und damit fünfte Kraft im deutschen Fußball. Sie könnte, wenn sie dann weit kommt (nicht vergessen: Frankfurt ist eine Turniermannschaft), dank enormer Zusatzeinnahmen zu den Topklubs aufschließen und der langweiligen Bundesliga damit guttun.
Aber das ist sehr weit nach vorn gedacht. Und es wäre sowieso der wahrscheinlich wieder mal zu einfache Weg für Frankfurt.
Steudel-Kolumnen gibt’s auch als Buch – der Titel: “UND AM ENDE GEWINNEN IMMER DIE BAYERN”, 268 Seiten. Hier bestellen!
Sebastian Rode: Liebling der Legenden
Europa League heute im Fernsehen
TV-Programm
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21 Uhr, RTL: Finale, Eintracht Frankfurt - Glasgow Rangers
Irrer Fan-Ansturm auf Sevilla
Eine Stadt im Ausnahmezustand
Christopher Michel
Rund 30.000 Liter Bier wird es am Prado de San Sebastian geben. Prost 🍻 #SGE #SGERAN #UEL @SPORT1 https://t.co/PZyF9NsWth
Sinnkrise in Hoffenheim: Wen juckt TSG noch?
Edgar Wallace lässt grüßen
Von Alexander Sarter
Hätte sich Alexander Rosen doch nur auf die Zunge gebissen. Vor nicht einmal drei Wochen gab der Sportchef der TSG Hoffenheim unnötig offensiv zu Protokoll, warum Trainer Sebastian Hoeneß ganz fest im Sattel sitzt.
“Nein – und ich frage mich ernsthaft, wie Sie überhaupt zu dieser These kommen”, antwortete Rosen damals im kicker auf die Frage, ob Restzweifel an Hoeneß bestehen.
Nach der Trennung von Hoeneß muss nun ernsthaft gefragt werden, ob Rosen selbst noch irgendwelche sinnvollen Thesen hinsichtlich des Trainerjobs bei den ambitionierten Kraichgauern zu bieten hat. Schließlich musste schon Alfred Schreuder als erster Erbe von Julian Nagelsmann vorzeitig gehen.
Wie Schreuder schaffte es auch Hoeneß nie aus dem Schatten Nagelsmanns - trotz seines großen Namens. Die Trennung war nach zwei erfolglosen Spielzeiten zwar folgerichtig - der Ablauf mit der Aussage Rosens wird dem Sportchef aber zukünftig immer wieder auf die Füße fallen. Ernst kann Rosen bei Aussagen zu Trainern nicht mehr genommen werden.
Ohnehin scheint die TSG in einer Sinnkrise zu stecken. Mehrheitseigner Dietmar Hopp fordert ein Europacup-Abo, der Kader kann das trotz guter Besetzung nicht liefern, die Erben Nagelsmanns scheitern - und zu allem Überfluss interessiert das Ganze nicht wirklich.
Die TSG bekommt ihr Stadion schon lange nicht mehr voll, außerhalb des Kraichgau juckt der Verein kaum jemanden. Wieder einmal muss sich Hopp die Frage gefallen lassen, warum er seinen Dorfklub unbedingt künstlich zum Bundesligisten aufblähen musste.
Das Finden einer sinnvollen Antwort fällt zunehmend schwerer.
Alexander Sarter ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
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Pit Gottschalk @pitgottschalk

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