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Augenwischerei beim FC Bayern

Pit Gottschalk
Pit Gottschalk
Guten Morgen, liebe Fußballfreunde!
100.000 Euro Geldstrafe muss der VfL Bochum dafür bezahlen, dass ein Zuschauer kürzlich einen Becher auf den Linienrichter geworfen hat. Hundert Riesen - dafür hätte man die Jugendabteilung aufpimpen, soziale Projekte unterstützen oder Trainer Reis ein Denkmal bauen können.
Stattdessen muss der VfL Bochum froh darüber sein, dass die drohende Verbannung von Zuschauern zur Bewährung ausgesetzt wurde. Der DFB zeigte Mitleid: Ein Verein kann nur bedingt etwas für Zuschauer, die nicht ganz dicht sind. Auch das gehört zu Realität des Fußballs.
In Lukas 23:34 sagt Jesus:
“Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.”
Ein quirliges Osterwochenende wünscht
Euer Pit Gottschalk

Augenwischerei beim FC Bayern
FC Bayern: Fünf Thesen, was sich ändern muss
Von Thomas Niklaus
“Das beste Spiel seit Monaten”? Mehr Wille und Einsatz nicht möglich? Die Analysen von Julian Nagelsmann und Oliver Kahn nach dem mageren 1:1 des FC Bayern im Viertelfinale der Champions League gegen den FC Villarreal waren Augenwischerei.
20 gute Minuten gegen den Siebten aus Spanien reichen eben nicht aus, wenn ansonsten Wucht, Ideen, Gier und das berühmte Mia-san-mia fehlen. Anspruch und Wirklichkeit klafften beim Rekordmeister nicht zum ersten Mal in dieser Saison weit auseinander. Schon das blamable und frühe DFB-Pokal-Aus in Gladbach hätte Warnung genug sein müssen.
Dass Nagelsmann seine erste Saison als Bayern-Trainer nach dem K.o. in der Königsklasse als “nicht ausreichend” bewertete, ist folgerichtig und ehrlich. Der 34-Jährige schaffte es bei allem Elan nicht, für die nötige Konstanz und defensive Stabilität zu sorgen. Immer wieder veränderte er Taktik und Ausrichtung - ohne Erfolg.
So sah man Nagelsmann noch nie
Bayern am Scheideweg
Zu Nagelsmanns Ehrenrettung sei allerdings gesagt, dass er durch diverse Ausfälle oft genug zum Improvisieren gezwungen war. Dazu gesellten sich in schöner Regelmäßigkeit ungewohnte Aussetzer seiner Stars. 
Vor allem aber musste der Coach mit einem Kader auskommen, der für Europas Spitze nicht breit genug aufgestellt und nicht gut genug ist. Dass in David Alaba der unumstrittene Abwehrchef nicht gleichwertig ersetzt wurde, muss sich Sportvorstand Hasan Salihamidzic ankreiden lassen. Überhaupt ist auch dessen Transferpolitik als nicht ausreichend zu beurteilen.
Natürlich ist positiv festzuhalten, dass der FC Bayern den finanziellen Wahnsinn, der vor allem in England herrscht, nicht mitmacht. Aber so ist das Selbstverständnis der Bayern, auch weiterhin zu den Top Vier in Europa zu gehören, realitätsfern.
Villarreal spottet jeder Beschreibung
Abrechnung mit Bayern-Bossen
Vorstandschef Kahn und Salihamidzic sind nun extrem gefordert, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Die Vertragsverlängerungen mit Lewandowski, Müller, Neuer und Gnabry wollen gut überlegt sein. Klar ist: Es bedarf dringend Verstärkungen, um neue Reize zu setzen und den Konkurrenzkampf zu forcieren. Ergänzungen oder Mitläufer wie Roca, Sarr, Richards, Sabitzer oder Choupo-Moting helfen nicht weiter.
Dazu kommt ein weiteres Problem, das Nagelsmann längst erkannt hat: Es fehlt trotz eines Müllers, Neuers, Kimmichs oder Goretzkas an Führung. Es ist, das deckten die Spiele gegen Villarreal schonungslos auf, keiner da, der Verantwortung übernimmt.
Die sollten jetzt auch Kahn und Salihamidzic übernehmen. Nagelsmann war in dieser Saison oft genug als Krisenmanager eingesprungen. Jetzt müssen auch die Bosse liefern.
Thomas Niklaus ist Redakteur beim Sport-Informationsdienst (SID)
++ Champions League aktuell ++
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